Donnerstag, 23. Juni 2016

Nachtrag zum Wochenende.
Kommen in Diktaturen Jubiläen immer blechern und pathetisch daher, neigen Gedenk- und Erinnerungsveranstaltungen in Demokratien oftmals zur freundlichen Sonntagsrede, die Konflikte ausspart. Dabei wäre doch gerade der 25.Jahrestag des polnisch-deutschen Freundschaftsvertrages die beste Gelegenheit, in „Zimmerlautstärke“ (Reiner Kunze) miteinander zu reden, zu debattieren, nach einer gemeinsamen Sprache zu suchen. Darum ging es auch in jenem Gespräch, das vor ein paar Tagen das Berliner DeutschlandRadio mit mir führte – und ich mich dabei bemühte, eben NICHT von der „Position des Stadtschreibers“ heraus zu deklamieren.

Die Leser der polnischen Übersetzung dieses Blog-Eintrages können jetzt zumindest an meiner Modulation hören, ob es mir gelungen ist, den getragenen Tonfall zu vermeiden ;-))

Als Stadtschreiber in Breslau
Die historischen Brüche der Stadt interessieren den Stadtschreiber Marko Martin. Der Schriftsteller ist seit April in Breslau und widmet sich seinen Erlebnissen in einem Blog. Marko Martin im Gespräch mit Jörg Magenau

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